Strom gehört zu den Grundbedürfnissen in unseren Breitengraden. In jedem Haushalt stehen mehr als zwanzig Stromfresser und davon betrachten wir die meisten als notwendig. Alle diese Geräte müssen mit Energie versorgt werden und auch wenn die Hersteller versprechen stromsparende Geräte zu produzieren, bleibt immer noch die Frage: Woher nehmen wir in Zukunft unsere Energie?
Strom kann man nicht lagern
Solaranlagen, Windräder und Wasserkraftwerke sollen die Energielieferanten der Zukunft werden, doch genau betrachtet werden diese drei Techniken nicht ausreichend Strom erzeugen können, wenn wir nicht im Gegenzug unseren Verbrauch deutlich senken. Solaranlagen produzieren nur bei Sonnenlicht ausreichend Energie und da Strom in größeren Mengen nicht gelagert werden kann, steht er an dunklen Tagen nicht zur Verfügung. Windräder drehen sich ebenfalls nur wenn Wind vorhanden ist und auch hier gibt es keine Speichermöglichkeiten.
AKWs helfen uns derzeit noch unseren Energiebedarf zu decken. Die vorhandenen Werke sind aber nicht in der Lage unseren gesamten Bedarf abzudecken und natürlich sollen keine neuen AKWs entstehen, denn diese Technik ist sehr unsicher und die Lagerung der Brennstäbe ein unlösbares Problem. Wasserkraftwerke, Windräder und Erdwärme sind Alternativen mit guten Ansätzen, doch ohne die Atomkraftwerke wird es auch in 20 Jahren noch nicht gehen, weil zu viele Geräte Strom benötigen. Alle erneuerbaren Energien zusammen könnten uns derzeit nicht mit der erforderlichen Menge an Strom versorgen und trotzdem steigt der Absatz von elektrischen Zahnbürsten und Poliermaschinen.
Strom im Überfluss und Löcher in der Versorgung
Im Norden unseres Landes stehen viele Windräder und sie produzieren mehr Strom als in den Gegenden dort benötigt wird. Der Bau einer Stromleitung vom Norden in den Süden Deutschlands wird aber seit Jahren blockiert, denn Naturschützer sind mit keiner der vorgeschlagenen Trassen einverstanden, egal wie nah oder fern sie den Naturschutzgebieten bleiben würden. Die Oberlandleitungen verschandeln die Landschaft und zudem macht sich der Elektrosmog breit, dem natürlich auch niemand ausgesetzt werden möchte. Erdleitungen wären eine Alternative, aber die Unternehmen wollen die Mehrkosten dafür nicht tragen. Die Atom-Lobby unterstützt die Naturschützer, denn auch sie würden nicht von einer Windrad-Stromleitung profitieren. Schließlich wäre dann ihr Strom nicht mehr so gefragt und ihre Kassen würden sich schnell leeren. Das ist nur ein Beispiel von vielen und solange sich Lobbyisten und Firmen um die Zukunft der Erde kümmern, werden Entscheidungen getroffen, die für deren Geldbeutel gut ist aber nicht für uns alle. Unsere Generation wäre alt genug um die Folgen solcher Entscheidungen zu verstehen und jung genug, etwas dagegen zu unternehmen. Oder sind elektrische Zahnbürsten wirklich nötig um den modernen Lebensstandard zu halten?

