Eines vorweg: Um ein Home-Office mit Kindern und dem Haushalt gut funktionierend miteinander zu kombinieren, bedarf es vor allen Dingen viel Disziplin und Zeitmanagement. Wer seinen Tagesablauf nicht organisiert, wird an dieser Aufgabe scheitern.
Wichtig ist es, Zeiten zu schaffen, in denen Arbeit ohne Kinder erledigt werden kann. Vor allen Dingen die Aufgaben, die viel Konzentration erfordern, sollten dann erledigt werden, wenn die Kinder schlafen, im Kindergarten sind oder anderweitig versorgt sind. Nutzen Sie diese Zeiten wirklich konsequent für Telefonate, Steuererklärungen oder alle Aufgaben, bei denen Sie am Ball bleiben müssen. Machen Sie sich dabei immer deutlich, wie viel Zeit ihnen zur Verfügung steht. Eine Mittagspause beispielsweise, in der das Kind schläft, dauert meist nur 2 Stunden. Ist das Kind schon im Kindergarten oder kann am Nachmittag zu Oma und Opa, dann werden Sie mitunter etwa vier Stunden Zeit haben, um zu arbeiten.
Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite heißt nämlich: Wenn die Kinder zu Hause sind, wird nicht im Home-Office gearbeitet. Denn wer versucht, Kinder und Arbeit parallel zu bewältigen, wird schnell merken, dass er überfordert ist und die Nerven blank liegen. Ersparen Sie sich diesen Umstand und sorgen Sie dafür, dass die Aufträge am Vormittag abgearbeitet werden. Wenn sich dennoch einmal ein dringender Auftrag ergibt, der unbedingt erledigt werden muss, dann machen Sie dies lieber am Abend, wenn die Kinder im Bett sind.
Das Arbeiten am Abend darf allerdings auch nur eine Ausnahme bleiben. Denn auch Mütter und Väter brauchen eine Auszeit, um wieder zu Kräften zu kommen. Wer nie abschaltet, wird schnell an den Rand seiner Belastbarkeit geführt. Und letztendlich darf beim Home-Office auch die Partnerschaft oder ein gepflegter Chat nicht zu kurz kommen.
Sie sehen, Organisation und Disziplin sind im Home-Office das A und O.

