Mit fortgeschrittenem Alter nehmen üblicherweise die Anforderungen an die Familienmitglieder, die Arbeitsstelle und andere Dritte zu. Gleiches gilt aber auch für den eigenen Lebensstil, die Lebensqualität, materielle Anschaffungen und vor allem die Wohnumgebung. Das resultiert nicht etwa daraus, dass man den Jüngeren das Leben schwer machen will, sondern ganz einfach aus der Tatsache, dass man über die vielen Jahrzehnte Erfahrungen in alle Richtungen gesammelt hat. Sei es der Bäcker, für den man gern einen weiteren Fußweg in Kauf nimmt, einfach, weil er bessere Brötchen backt. Sei es die Ansprechpartnerin, weil sie einfach sachlich kompetent und immer freundlich berät. Oder sei es der Möbelhändler, für den man lieber ein paar Kilometer weiter fährt, dafür hat er hochwertiger verarbeitete und trotzdem vergleichsweise günstige Kleiderschränke.
Leben und Wohnen im Alter könnte bei der heutigen riesigen Auswahl an Angeboten ein echtes Unterfangen sein: Für welche Küche sollte man sich entscheiden, wer berät einen professionell und fachgerecht, was bekommt man für sein Geld, wie läuft die Termin-Organisation ab, sollte man Küchen-Trends folgen oder doch lieber nach eigenem Bauchgefühl entscheiden? Man hat auf jeden Fall eigene Ansprüche und Vorstellungen, die man gern umgesetzt haben möchte. Also beginnt man mit der Suche durch den Einrichtungs-Dschungel. Doch es geht ja heutzutage auch einfacher: Man schlendert nicht mehr durch zwei, drei bekannte Möbelhäuser, die in der Nähe ansässig sind, sondern man recherchiert im Internet per gezielter Begriffseingabe in Suchmaschinen, wo man genau das findet, was man sich vorstellt. Entweder bestellt man die Möbel dann direkt online, oder man ruft eben vorher an und fragt nach, ob diese vorrätig sind, um sie gleich besichtigen und gegebenenfalls direkt mitnehmen zu können. Insbesondere bei Matratzen empfiehlt sich dann doch ein Probeliegen vor Ort.
Interessanterweise entwickeln sich auch immer mehr Homeoffices, ob als Handelsvertreter für spezifische Produkte oder Sachbearbeiter/in einer öffentlichen Behörde – immer öfter wird der Bürokram teils oder auch vollständig in die eigene Wohnstube verlagert, schließlich leben wir im Computerzeitalter. Diese Ortsunabhängigkeit bedarf jedoch auch der entsprechenden Arbeitszimmer-Einrichtung. Da muss ein Schreibtisch her und eine Ablagefläche, ein Bürostuhl und ein Aktenregal, die entsprechende Beleuchtung und natürlich ein paar Grünpflanzen für die Optik. Schließlich sollte das Wohnen und Arbeiten im Alter, wenn es schon kombiniert werden muss, wenigstens in gemütlicher Wohlfühl-Atmosphäre stattfinden.
Ein luxuriöser Hingucker hier und da könnte ebenfalls nicht schaden, schließlich sollte man sehen, wofür man sein Leben lang gearbeitet hat oder es immer noch tut. Und wer sich in den Jahren auch wohnflächenmäßig vergrößert hat, weiß sicherlich auch die neuartigen wunderschön farbigen Designer-Möbel und Küchen-Trends zu schätzen, die man so wunderbar mit seinen eigenen Vollholzmöbeln kombinieren kann. Eine Vitrine hier und eine offene Bar da, ein geräumiges Polstermöbel in der Mitte – schon kann man schön bequem relaxen. So lässt sich das Leben doch genießen!

