RSS
 

Archiv für die ‘Gesundheit’ Kategorie

Antifaltencremes – Sinn und Sinnlosigkeit

16 Sep

Die Werbung verspricht heute allerhand Dinge, von denen im Grunde niemand glauben kann, dass sie tatsächlich funktionieren könnten. Dabei setzt die Werbung immer dort an, wo es wehtun könnte. Bei schmutziger Wäsche, weil kein Markenwaschpulver eingesetzt wurde, bei unzufriedenen Kindern, weil Mama den falschen Joghurt gekauft hat oder bei einem rasierten Mann, der dennoch beim Küssen kratzt. Das alles sind natürlich Mankos, die nicht wirklich schön sind, aber Frauen haben im Laufe der Evolution gelernt, damit umzugehen. Wenn es allerdings um unser eigenes Äußeres geht, kennen wir kein Pardon. Hier schmerzt das Salz in der Wunde tatsächlich und jeder Spot im Fernsehen legt seinen Daumen wieder auf die schmerzende Stelle. Ja, es geht hier um Falten, um unsere Falten.

Unweigerlich kommt im Leben einer jeden Frau der Moment, wo sie die ersten Falten im Spiegelbild erblickt. Seien wir doch mal ehrlich, das ist nicht erst mit vierzig Jahren der Fall, sondern schon viel früher. Früher stört es aber nicht so sehr, weil es nicht in der Öffentlichkeit thematisiert wird. Aber ab vierzig gehören Falten einfach zum Leben dazu. Die Industrie hat eine Vielzahl unterschiedlicher Faltencremes auf den Markt gebracht. Sie sind bei der Kosmetikerin, in der Parfümerie, der Drogerie oder der Apotheke erhältlich. Und auch die Reformhäuser ziehen mit und bieten Antifaltencremes aus natürlichen Rohstoffen an. Je nach Beschaffungsort variieren die Preise sehr deutlich. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe offenbart jedoch, dass es nur wenige Unterschiede gibt, die auch von einem Laien nachvollzogen werden können.

Nun beginnt die Phase, in der jede Frau morgens und abends die Antifaltencreme aufträgt und dabei mit Argusaugen begutachtet, ob die Falten schon weniger geworden sind, die Krähenfüße an den Augen verschwinden und die Zornesfalte schmaler wird. Noch schlimmer als keine Verbesserung wäre nur eine Verschlechterung des Status quo. Eines zur Beruhigung: Es tritt eine Verbesserung ein. Sie liegt allerdings weniger in der Anwendung der Cremes, sondern vielmehr in der Akzeptanz unseres neuen Spiegelbilds. Wir lernen, unsere Falten in das Gesicht zu integrieren und stellen fest, dass es sich um Lachfalten handelt, Falten also, für die wir viel Spaß im Leben gehabt haben. Sollen wir diesem offensichtlichen Ausdruck unserer Lebensfreude nun tatsächlich mit Botox zu Leibe rücken, um die Falten zu glätten und wieder wie 30 auszusehen? Die Antwort darauf finden wir nicht im Kleingedruckten der Beipackzettel unserer Antifaltencremes, sondern nur in den Gesichtern der Menschen, die wir lieben.

 

Trend Wellness für die Frau

08 Sep

Jede Frau sollte sich von Zeit zu Zeit etwas gönnen. Denn das Leben ist anstrengend und gerade Frauen sind häufig mehrfach belastet. Nicht nur die Kinder müssen erzogen und der Haushalt geführt werden, nein, auch der Job will erledigt werden. Da ist es nur recht und billig, wenn man (frau) sich dann und wann ein Quäntchen des sauer verdienten Geldes abzwackt.

Früher wurde vom eingesparten Haushaltsgeld ein Friseurbesuch bezahlt oder ein besonders hübsches Accessoire. Der Friseur gehört heute aber zu den Alltäglichkeiten. Einige Zeit konnten wir uns mit den Nagelstudios beschäftigen, aber auch die Zeit ist vorbei, seitdem Hinz und Kunz glauben, mit Strasssteinchen besetzte Fingernägel stören nicht beim Spülen oder am PC. Irrtum! Sie stören, aber das werdet Ihr auch noch merken.

Die Steigerung aller Annehmlichkeiten ist nicht etwa der einfache Besuch bei der Kosmetikerin, sondern vielmehr das komplette Wellnessprogramm. Natürlich darf dabei auch die Gesichtsbehandlung nicht fehlen, aber dabei darf es nicht bleiben. Eine Massage sorgt dafür, dass der ganze Körper wieder auf Touren kommt. Verschiedene Angebote können genutzt werden wie zum Beispiel die Thai Massage oder Lomi Lomi. Sie alle haben neben der Entspannung auch positive Einflüsse auf das gesundheitliche Befinden. Das Immunsystem wird gestärkt, letztendlich natürlich auch dadurch, dass wir uns einfach besser fühlen. Auch der Besuch in der Sauna, im Dampfbad oder gar in einem Hamam ist erfrischend und belebend zugleich. Auch der Aufenthalt in der Relaxingzone mit gesunden Getränken und Speisen darf nicht fehlen.

Solche Arrangements können auch als Pakete gebucht werden. Den meisten Spaß bringen sie natürlich, wenn mindestens eine Freundin, gerne auch mehrere, mit von der Partie ist / sind. Denn dann gibt es auch noch Zeit für Lästereien oder persönliche Gespräche. Alles in allem sollten wir einfach daran denken, dass wir mindestens jeden einzelnen Cent wert sind, den wir bei einer solchen Aktion ausgeben.

 
 

Die Wechseljahre und ihre Medizin

05 Aug

Frauen über 40 kennen das. Irgendwann merkt man, dass irgendetwas mit dem eigenen Körper los ist. Er verändert sich, es kommt zu mehr oder weniger deutlichen Anzeichen, die eine Erkenntnis nicht mehr länger verdrängen lassen: Man oder in diesem Fall wirklich besser Frau befindet sich in den Wechseljahren. Klimakterium wie es die Fachleute nennen. Das hört sich schon nicht gut an und fühlt sich meist auch genauso schlecht.

Grund für die Wechseljahre ist eine große Umstellung im Hormonhaushalt der Frau, der durchaus mit der Pubertät gleichzusetzen ist. Im Grunde handelt es sich auch um eine umgekehrte Pubertät, denn am Ende steht das Ausbleiben der Menstruation. Schon allein das stellt für viele ein Mahnmal dar, denn nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man gewiss keine Kinder mehr gebären kann.

Die Symptome der Wechseljahre reichen Unregelmäßigkeiten der Menstruation über Hitzewallungen und Schlafstörungen bis hin zu schweren Problemen wie etwa Depressionen, Herzrhythmusstörungen oder Osteoporose. Um diesen Beschwerden entgegenzuwirken, werden meist östrogenhaltige Präparate verordnet. Doch es geht auch anders, denn wie immer kennt auch Mutter Natur diese Probleme und es gibt viele homöopathische Alternativen oder Schüsslersalze oder Bachblüten oder oder oder. Dieser Artikel soll keinen Arztbesuch ersetzen, aber vielleicht können ihnen auch Globulis statt Östrogenpflaster weiterhelfen.

Bei Hitzewallungen schwören viele Frauen auf das Trinken von Salbeitee. Auch die Präparate Crocus, Sulfur oder Lachesis zeigen gute Wirkungen. Gegen Stimmungsschwankungen hilft Sepia, Ignatia oder Zincum. Allerdings sollte eine Depression in Fachhände gelegt werden. Auch hilfreich kann Agnus castus oder Bovista sein, wenn die Menstruation Beschwerden verursacht.

Wer sich über dieses Thema noch genauer informieren möchte, für den gibt es auch entsprechende Literatur im Buchhandel. Fragen Sie doch dort einfach einmal nach. Oder Sie haben vielleicht sogar einen Apotheker / eine Apothekerin, die sich mit alternativen Heilmethoden auskennt. Dort sind Sie ebenfalls gut aufgehoben.

 
 

Silicium – der Stoff, aus dem die Träume sind?

11 Jun

Quelle: Matthias Renner (Marathoni62)

Auffallend oft hört man in jüngster Zeit den Begriff „Silicium“ im Fernsehen, ob in Fernsehserien, Spielfilmen oder in den Nachrichten. Was hat es damit auf sich? Wer oder was ist dieses Silicium?

Zuerst sollte man wissen, dass Silicium (oder auch Silizium) ein chemisches Element (Si) ist, genauer gesagt ein Halbmetall, weil es sowohl Eigenschaften von Nichtmetallen als auch von Metallen aufweist. Reines (elementares) Silicium hat eine grau-schwarze Farbe und glänzt metallisch.

Was aber hat dieses Silicium, was andere nicht haben, was macht es so besonders, dass es so oft erwähnt wird? Dahin gehend muss man erwähnen, dass jeder menschliche Körper ca. 20 Milligramm Silicium pro Kilogramm Körpergewicht enthält, was bei einem Körpergewicht von 50 kg bereits 1.000 mg sind, was jedoch mit dem Alter abnimmt, was wiederum zu Siliciummangel führen kann. Silicium ist das zweithäufigste chemische Element neben Sauerstoff, was unsere Erde ausmacht. Allein die Erdkruste besteht zu einem Viertel aus Siliciumdioxid. Aber auch Lebewesen wie z. B. Schwämme und Kieselalgen bauen Siliciumdioxid auf. Und Bambuspflanzen-Stängel und Schachtelhalm erhalten durch das inliegende sog. Siliciumdioxid-Gerüst erst die richtige Stabilität.

Nun kann man sich schon ungefähr ausmalen, wie unglaublich vielseitig anwendbar Silicium (lateinisch: Silex, für Feuerstein, Kieselstein) ist. Das blieb der Wissenschaft, Forschung und somit natürlich auch der Bau-, Chemie-, Kfz- und Gesundheitsindustrie nicht verborgen. So wird organisches Silicium zur Verbesserung der Gelenkfähigkeit (z. B. im Leistungssport), gegen Arterienverkalkung, Regenerierung des Bindegewebes (sprich: Erhalt junger Haut) und zur Behandlung von Verbrennungen u. a. Hautbeschwerden eingesetzt.

Silicium kommt aber auch in alltäglichen Lebensmitteln vor. Zwiebeln und rote Rüben enthalten den höchsten Siliciumgehalt sowie die meisten Getreidesorten, wobei diese roh verzehrt werden müssten. Leider wird diese lebenswichtige Substanz durch versprühte Pflanzen- und Insektengifte größtenteils überschattet und gelangt erst gar nicht in die tägliche Nahrungsaufnahme. Daher verbleibt einem nur die Möglichkeit, Silicium in Verbindung mit Vitamin C und Limettensaft ergänzend hinzuzufügen. Bahnbrechende Erfolge verzeichnete auf diesem Gebiet Linus Pauling mit seinem persönlichen Ergänzungsprogramm.

Ganz aktuell ist Silicium aber vor allem in der Autoindustrie zu finden. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach alternativen Antriebsmethoden und der Kaufankurbelung von Elektrofahrzeugen, die der Umwelt nachhaltig zugutekommen sollen, stieß man auf die Erfindung des Nano-Innovators Yi Cui und seinen Mitstreiter und Batterieexperten Robert Huggins vom „Materials Science and Engineering Department“, die gemeinsam Nanodrähte auf Siliciumbasis entwickelten. Herausgekommen sind Siliciumbatterien, die sowohl im Elektroauto wie auch im iPod zum Einsatz kommen.

Den Begriff Silicium wird man also zukünftig noch öfters hören. Man darf gespannt sein, welche Diskussionen und Entwicklungen daraus noch entstehen werden.

 

Fibromyalgie

09 Aug

Symptome, die zum Verzweifeln bringen. Willkommen im Schmerzkarusell. Schnell aussteigen lautet die Devise. Denn es gibt Hoffnung dem Teufelskreis zu entfliehen

Sie kommen scheinbar aus dem Nichts und überfallen wie eine Invasion tobsüchtiger Wespen. Schleichend schreitet der Angriff voran. Er besticht durch scheinheilige, fast schmerzfreie Phasen. Und dann schrillt sie wieder: die Alarmglocke. Der Kampf geht weiter!

Was ist FMS? Drei kleine Buchstaben mit großer Wirkung. Das Fibromyalgie – Syndrom, FMS genannt, ist eine heimtückische, nichtentzündliche Schmerzerkrankung, die leider schnell chronisch verläuft. Erkrankte (das Alter bei Ausbruch liegt zwischen 25 und 50 Jahren) spüren plötzlich Schmerzen an Sehnenansätzen und Muskeln, die sie sich nicht erklären können. Kein schweres Heben ging voraus und was sie noch mehr verunsichert: der Schmerz beißt sich fest, wird täglich stärker und hat nach etwa einem dreiviertel Jahr seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Danach schwächt er entweder ab oder verringert die Abstände seines Auftretens.

Symptome über Symptome

Das große Rätselraten beginnt. Denn zu den argen Schmerzen gesellen sich noch viele vegetative Beschwerden:

Herzrasen, Zittern, Übelkeit, Schweißausbrüche, Vergesslichkeit, nervöse Darmtätigkeit, Flimmern vor den Augen. Die Leidenden rennen von Arzt zu Arzt in unbändiger Angst schwer krank zu sein. Laborbefunde, Röntgenaufnahmen und kein Ende!

Aber es bleibt wie es ist: unerkannt! Keine Entzündungswerte, kein Krebs, kein Zerfall, kein Parkinson und erst recht kein Gehirntumor oder MS. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf und bald zweifelt der/die Erkrankte/r an seinem/ihrem Verstand!

Positive Gedanken, Selbsthilfe, Gespräche

Das Einzige, was diese Krankheit entlarvt und dingfest macht sind die sogenannten Tender Points. Jeder gute Rheumatologe weiß von was ich hier spreche, denn diese Druckpunkte reagieren mit Schmerz, wenn ein Mensch unter FMS leidet. Heutzutage vermuten Mediziner, dass bei FMS viele Faktoren wie etwa Vererbung, Nervenschwäche, Ernährung und Umwelt zusammenspielen. Es gibt keine Allheilmethode nur diverse Tipps, die wirklich zum Erfolg führen.

Leichter Sport, Psychotherapie (Gesprächstherapie), medikamentöse Versorgung (zum Beispiel erzielen Paracetamol in Kombination mit Codein und Amitriptylin-neuraxapharm gute Erfolge), positive Grundeinstellung und Lebenslust vertreiben den Frust, die diese Störung mit sich bringt.

Fazit:

Fibromyalgie ist  eine chronische Krankheit, die in Schüben verläuft. Aber: Sie ist nicht lebensgefährlich, bringt niemanden in den Rollstuhl. Es gibt immer wieder schmerzfreie Phasen, in denen man es dem Leben zeigen  und die Fibromyalgie  vom Platz verweisen sollte!

Schmerzfreie, sonnige Tage wünscht Euch

Barbara

 
 

Canonical URL by SEO No Duplicate WordPress Plugin