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Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie

Der Weihnachtswahnsinn hat begonnen

11 Nov

So richtig ist es noch gar nicht Herbst gewesen, schließlich fehlten noch all die üblichen Herbststürme, die im Oktober über Deutschland ziehen. Dennoch wird vom Einzelhandel mit Pauken und Trompeten die Weihnachtszeit eingeläutet. Kaum betrete ich in diesen Tagen ein Geschäft, drängen sich schon die Zimtsterne, Lebkuchen und der Spekulatius in das eigene Blickfeld.

In den ersten Tagen fällt der entsetzte und entrüstete Gang vorbei an all den Leckereien noch leicht. „Solch ein Unsinn“ höre ich mich selber sagen, während ich an den bunt verpackten Schokoladen und Adventskalendern vorbeiziehe. Ungleich schwieriger wird es für Mütter, die mit ihren Kindern diesen Versuchungen widerstehen müssen. „Einen Weihnachtsmann bekommst Du, wenn Weihnachten ist!“ höre ich eine resolute Mutter ihrem Nachwuchs tadelnd mitteilen. Wenn das so einfach wäre … Letztendlich blieb ihr nichts anderes übrig, als eine andere Schokolade zu kaufen. Stolz zog sie zur Kasse, hatte sie doch den Versuchungen des allgemeinen Weihnachtswahnsinns widerstanden.

Mir fällt das nach einigen Tagen schon deutlich schwieriger. Immer öfter verharre ich vor den nach Weihnachten und Winter riechenden Süßigkeiten. Nur mal schnell schauen, was es dieses Jahr denn so kostet … „Das ist aber unverschämt!“ denke ich und gleichzeitig noch ein Grund, diesen Weihnachtswahn nicht mitzumachen. Ich boykottiere, ebenfalls mit stolzgeschwellter Brust, die Weihnachtstische und gehe zur Abteilung für Süßwaren, wo ich eine lilafarbene Schokolade kaufe – auch nicht ganz billig, aber auf jeden Fall lecker.

Eine Woche später ist der Widerstand langsam aber stetig weggebröckelt. Als ich am Weihnachtsregal vorbeischlendere, fällt eine Tüte Marzipankartoffeln auf den Boden – wie zufällig, ich konnte gar nichts dafür. Ich hebe die Tüte auf, blicke mich verstohlen um und denke: Na ja, jetzt hast Du sie schon mal in der Hand …. Dieses Jahr habe ich immerhin schon 8 Tage durchgehalten!

 
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Posted in Allgemein von Jessica

 

Heute schon discountert?

08 Sep

Tante Emma Lädchen oder der gute Bäcker um die Ecke. All dies klingt wie ein verträumtes Märchen aus Tausend-und-eine-Nacht. Denn die Wahrheit knallt diesen meist familiär angehauchten und teilweise leicht überteuerten Kleinunternehmen die Tür vor Nase zu. Discounter räumen ab und die Qualität ihrer Produkte ist ganz gewiss nicht von vorgestern!

2010 bringt frisches Brot zu Schnäppchenpreisen

Discounter L. setzt auf Automaten. König Kunde erhält nun in Minutenschnelle frische  Backwaren auf Knopfdruck. Und dies zu extrem günstigen Preisen!

Bäckereien wehrten sich gegen gewisse Öffnungszeiten. Sonntags backen und Brötchen verkaufen? Wo leben wir denn! Es ging ein Aufschrei durch die Nation und die Bäcker hofften, dass sie nach ihrem heftigen Aufbegehren den Machtkampf, Kunde möchte auch sonntags frisches Brot oder Brötchen, gewonnen hätten. Schließlich wird beste Qualität und Handarbeit geboten. Die harmlose sonntägliche Backanfrage stieß auf taube Ohren. Brot backen ist Handarbeit, kostet Zeit und Mühe! Keine Chance für den Sonntag. Dieser ist  heilig und darf nicht missbraucht werden.

Die Bevölkerung schluckte diesen großen, harten Brocken leider nicht. Kurz vorm Ersticken erlösen uns nun die ach so bösen Discounter. Was Bäcker XYZ nicht kann, bietet nun L. und bald auch A. nur allzu gerne.

Die Falle schnappt langsam aber sicher zu

Wie man sich bettet… Zähneknirchen und Grollen folgten. Die Großen schlucken die Kleinen, hieß es.

Ist das wirklich so? Oder haben die Kleinen nur etwas zu kurz gedacht? Darf man den Kunden etwas verweigern und Waren strikt teurer anbieten?

Gemüse ist auch dann noch Gemüse, wenn ich es beim Discounter kaufe. Muss ich mir ein schlechtes Gewissen einreden lassen, nur weil es nach der Meinung des kleinen Obstladens um die Ecke einen Hochverrat gleichkommt? Soll ich mich verschleiern, mit anderer Stimme reden, damit keine Schande über mich kommt? Allmählig wird es mir bange. Ich darf nicht dort einkaufen, wo ich will. Ich muss den armen Obsthändler um die Ecke unterstützen, weil er eine Frau und tragischer Weise auch noch zehn Kinder zu versorgen hat!

Ja, liebe Leute. Ich fahre auch keinen Jaguar und muss auch meine Rechnungen begleichen. Mich fragt auch niemand, ob ich genug verdiene, um Kind, Auto und Urlaub finanzieren zu können.

Am Besten suche ich mir einen Zweitjob, damit ich höhere Preise gerne bezahle. Kann oder darf so etwas sein?

Preiskampf: Wer faire Preise und beste Qualität bietet sollte Respekt ernten

Ich sage es nun frei heraus. Scham empfinde ich während eines Discounter-Einkaufs schon lange nicht mehr. Warum auch?!  Ich achte weiterhin auf gute Qualität und schone meine Umwelt, indem ich mitdenke, nichts Überflüssiges oder Schädliches kaufe.

Wenn nun mal Kartoffeln und  Pflegeprodukte bei dem Discounter A. günstig zu erwerben sind, dann kaufe ich sie halt dort und stehe offen dazu.

Hat Discounter L. mal wieder leckeres Obst zum Dumping-Preis, greife ich auch dort gerne zu.

Und zur Beruhigung aller Klein- und Familienunternehmen. Besondere Artikel oder Spezialitäten kaufe ich immer noch gerne bei Euch. Denn trotz allem seid Ihr mir mehr lieb als  zu teuer.

Abwechslung und Vergleich ist dem Bürger erlaubt. Wenn alle mitmachen und keiner sich sperrt, geht auch diese Geschichte, dieser Preiskrieg gut aus.

Davon bin ich überzeugt!

 
 

Der Schlüssel zum Glück

04 Sep

Glücksgefühle sind Hochgefühle im schönsten Ausnahmezustand. Das Leben bietet jede Menge Momente, die zum absoluten Glücklichsein einladen.

Als Kind waren Lachen, Toben, Singen, Tanzen so selbstverständlich wie das tägliche Brot, das uns stärkte und reifen ließ. Wir waren ungehemmt glücklich, ohne Sorgen, spontan und voller überschäumender Lebenslust. Wir mussten um den berühmten Schlüssel zum Glück nicht betteln. Wir hielten ihn ja bereits in der Hand und verloren ihn scheinbar aus den Augen, als wir älter wurden. Schule, Beruf, der schnöde Einheitsbrei unserer oftmals trostlos wirkenden Gesellschaft  ließen uns zwar zufrieden, aber nicht richtig glücklich zurück.

Hinnehmen war gestern, Glück ist heute!

Mit 10 ist man sehr stolz auf Erfolgserlebnisse, hebt Mama und Papa vor Freude in den Himmel und kann noch Staunen, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt. Langeweile oder Traurigkeit sind Fremdwörter, denen wir in dem Alter noch keine allzu große Bedeutung beimessen.

Mit 20 wird es langsam aber sicher ernst. Beruf, Studium, Freundeskreis, Familie. Stress, Hektik bestimmen den Alltag, der trotz seiner Schnelligkeit immer noch nicht an Reiz verloren hat. Wir sind jung, voller Kraft und Elan und wollen es der ganzen Welt beweisen. Weltverbesserung, Träume und Fantasie stehen auf dem Lehrplan unseres jungen Lebens.

Mit 30 entsteht eine Mischung aus Sinnfragen und kleinen Rückblicken, die uns entweder zufrieden stimmen oder extrem verwirren. die Welt um uns herum stimmt noch, doch irgendetwas fehlt. Hmmmmmmm?!

Ab 40+ geht der Schleudergang weiter und wir sind uns vielen Dingen nicht mehr ganz so sicher. War denn alles richtig, was wir taten? Haben wir jetzt schon etwa alles erreicht, was es zu erreichen gibt? Grübel, grübel und studier, das Glück klopft auch an unsere Tür!

Das Glück kommt über Nacht und ist nicht altersabhängig

Wenn wir glücklich sein wollen, können wir dies auch. Jedes Alter bietet kleine Glücksoasen. Die Abwechslung macht`s!  Raus aus dem Trott. Der Glücksbote Dopamin (Neurotransmitter/Botenstoff) ist schon gesattelt und gespornt. Der Ritt ins pure Glück kann starten.

Begeisterung für Dinge, Menschen und Umwelt zu entfachen kurbelt den Kreislauf des Glücks enorm an.

Das Lieblingsbuch, das uns in schöne Traumwelten entführt, ein Kinobesuch oder nur ein einfacher Song, der uns an besondere Ereignisse erinnert, entfachen Leidenschaft, sorgen für positive Aufregung und verteilen kleine Glückspillchen an jede einzelne Zelle unseres Körpers.

Wir leben auf und verspüren Lust auf mehr. Also, lasst uns alle mehr aus unsrem Alltag machen und uns selbst einen Glücksbrei anrühren, den wir dann mit Lust und  Hingabe auslöffeln.

Der Schlüssel zum Glück, er liegt bereits in unserer Hand. Drum haltet ihn gut fest!

 
 

40+ und kein Stück müde?!

31 Aug

Früher war man mit 40 alt. Heute kommen Mann und Frau jenseits der 40 erst richtig in Fahrt. Wer braucht da Botox oder Schönheitsoperationen?

Frauen und Männer wissen heutzutage auf was es wirklich ankommt. Da wird nicht mehr untergraben und gespachtelt, da wird geplant, gebaggert und gebaut. Nämlich auf Glück, Stolz und Stärke! Jugendlichkeit kommt von Ausstrahlung und von Pflege. Nicht von einem dicken Geldbeutel, der mit jeder Faltenentfernung dünner wird. Nicht über das Ziel hinaus schießen, sondern durchstarten und zeigen, dass ab 40 das Leben seine kostbarsten Seiten zeigt und hofiert werden will.

Zeige es dem Leben und setzt der 40+ ein Krönchen auf

Es gibt weder zu jung, noch zu alt. Es gibt nur Menschen, die denken zu wissen, was besser so und schlechter so wäre. Die Wahrheit ist: Sei du selbst. Traue dir etwas zu. Sei stolz darauf und wecke das Kind in dir. Das ist der Jungbrunnen, der Berge bezwingt und Zufriedenheit fördert. Ein glücklicher Mensch strahlt auch noch mit 100 wie ein zwanzigjähriger.

Es gibt einige Tipps und Tricks für Schönheit und Jugendlichkeit:

  • sei originell
  • lache oft
  • Entspannung! Finde deine eigene Oase
  • stehe zu deinen Gefühlen
  • man ist, was man isst (Gemüse, Obst tun in jedem Alter gut)
  • cremen, cremen, cremen ( einfache Cremes: Penaten, Nivea…), denn die Haut hat Durst und wirkt nach dem Eincremen prall und straff
  • laufe dem Glück entgegen (Sport ist nicht immer Mord. Nur übertreibe damit nicht!)
  • denke auch an dich (was tut dir gut, auf was hast du Lust. Mache es!)
  • Lesen, Singen, Tanzen (die besten Vitamine für Jugend)
  • schmücke dich! Sei ruhig auch mal etwas verrückt
  • plane auch die 50, 60, 70, 80, 90, 100 und freue dich darauf
  • Vorfreude versüßt jeden einzelnen Augenblick

and last but not least:

Vergiß alles, was hier steht, denn die Wahrheit kennt nur deine Seele und diese ist unsterblich schön und unendlich jung!

 
 

Die Rechtschreibprüfung am PC

06 Jul

Texten ist einfach, sollte man meinen. Schließlich verfügt jedes halbwegs gute Schreibprogramm über eine Rechtschreibprüfung. Die wird schon dafür sorgen, dass der Text in richtigem Deutsch geschrieben ist.

Rein technisch gesehen ist der PC allerdings dumm. Er weiß nur das, was ihm zuvor jemand beigebracht hat. Das gilt auch für die Rechtschreibung. Er vergleicht einfach das gerade geschriebene Wort – wenn man die Rechtschreibprüfung eingeschaltet hat – mit seinem Speicher. Findet er das Wort nicht genau so, wie es geschrieben wurde, dann meldet er sich mit einer roten Wellenlinie oder einem Ton, je nachdem, wie man ihn programmiert oder eingerichtet hat. Dann kann man probieren, bis das Wort richtig geschrieben ist, und die Wellenlinie verschwindet.

Allerdings hat diese Rechtschreibprüfung auch ihre Tücken. Sie merkt nämlich nicht, wenn der Satzbau nicht stimmt und das Substantiv fehlt. Sie beschwert sich auch nicht, wenn das Komma fehlt. Auch mit dem Trennen wird man oft nicht glücklich und schaltet die Trennfunktion dann genervt aus. Auch ob ein Wort groß oder klein geschrieben wird, ist der Rechtschreibprüfung egal, wenn sie beide Versionen, die ja auch beide richtig sein können, gespeichert hat. Aber im Zeitalter der neuen Rechtschreibung lässt sich ja manches großzügiger handhaben.

Da ist es doch gut, wenn der Texter die deutsche Sprache einmal gelernt hat. Zwar ist wohl keiner perfekt, und jeder wird einmal überlegen oder gar nachsehen müssen, wie ein Wort geschrieben oder ein Satz besser “gebaut” werden kann. Aber als guter Texter muss man es mit der Rechtschreibprüfung aufnehmen können. Sie merkt jedenfalls korrekt, wenn man einen Buchstaben beim schnellen Schreiben vergessen hat, und sie kann solche Kleinigkeiten sogar automatisch korrigieren. Also: ganz überflüssig ist sie nicht, aber bis sie aus der Schule kommt und erwachsen wird – da muss man wohl noch eine Weile warten.

 
 
 

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