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Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie

Brücken bauen im Neuen Jahr 2012

31 Dez

Foto: Namira McLeod

Das Jahr 2011 geht zu Ende, das neue Jahr 2012 kehrt ein! Ideal für alle „Brückenbauer“, denn wer jetzt schon seinen Urlaub plant und geschickt alle Brückentage 2012 mit einbaut, kann aus 30 Urlaubstagen fast volle 60 Urlaubstage herausholen und genießen.

Dass man Brücken bauen auch umgangssprachlich wörtlich nehmen kann, beweist der englische Begriff „Corporate Citizenship“, der für nichts Geringeres steht als: Engagement von Unternehmen im Gemeinwesen. Und das hat sich die Bundesinitiative „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ) e.V. zum Programm gemacht. Auf der Internetseite „Brücken bauen – Unternehmen engagieren sich“ entstehen Verbindungen zwischen Wirtschaft und Sozialem, hier werden Projekte organisiert und Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen engagiert.

Wer sich selbst im Brückenbauen versuchen will, kann dies natürlich im heutigen Internetzeitalter auch online tun. Mit dem 1 MB großen kostenpflichtigen Spiel „Bridge Builder“ (für Windows) sind Sie selbst der Brückenkonstrukteur und entwerfen, planen und bauen eine Brücke ganz wie im echten Leben. Wenn die Brücke hält, weiß man, dass die Planung erfolgreich war. Hält sie nicht, stürzt sie ins Wasser und man muss zurück zum Konstruktionsplatz.

Politisch betrachtet steht Brückenbauen für den Wiedereinstieg in den Beruf nach der Babypause oder jahrelanger Arbeitslosigkeit. Unter dem Motto „Berufsrückkehr – Brücken bauen in den Beruf“ wirbt NRWs Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und stellt jede Menge hilfreicher Informationen und Fördermöglichkeiten vor.

Zuguterletzt gibt es selbstverständlich noch die „echten“ Brückenbau-Firmen, die uns tagtäglich den Übergang zwischen zwei Ufern, Straßen, über Autobahnen, Ländern und Inseln ermöglichen und somit lange Wege ersparen. Von der Planung über die Projektsteuerung und Bauüberwachung bis hin zur fertigen Brücke, die jahrzehntelang für eine reibungslose Überquerung sorgt.

Brücken bauen kann man also in vielerlei Hinsicht, vom klärenden Gespräch bis hin zum futuristischen Bauwerk. Das ist doch ein gutes Motto für das kommende Jahr 2012!

In diesem Sinne: Passen Sie gut auf sich auf, feiern Sie ordentlich ins Neue Jahr 2012 hinein, und freuen Sie sich auf weitere spannende 366 Tage (der Februar 2012 hat 29 Tage, das wird also ein Schaltjahr), und denken Sie auch einmal an Ihr Gegenüber. Es kann doch alles nur besser werden, oder?!

 
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Posted in Allgemein von Namira McLeod

 

Ferienjobs für Studenten

03 Aug

Gerade bei Studenten sind Nebenjobs sehr gefragt. Denn grundsätzlich befindet man sich in einem Alter, in dem man den Eltern nicht mehr permanent auf der finanziellen Tasche sitzen möchte. BAföG ist sicherlich ein gutes Zubrot, reicht aber in vielen Fällen tatsächlich nur aus, um Kost und Logis zu begleichen. Große Sprünge oder nette Abende mit Kommilitonen sind allerdings mit diesem Geld vom Staat nicht zu bestreiten. Die Wahl zwischen einem dauerhaften Nebenjob neben dem Studium oder einem Job in den Semesterferien fällt meist schwer. Manch einer entscheidet sich aber für den Ferienjob, um sich während des Semesters vollständig auf das Studium konzentrieren zu können.

Als selbstständig tätige Person können Sie in den Semesterferien tun, was immer Sie mögen. Es gibt keine rechtlichen Beschränkungen. Allerdings sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, wirklich selbstständig zu sein und sich nicht in die Scheinselbstständigkeit abdrängen lassen. Es ist für Sie möglich, nur einige Monate im Jahr tätig zu sein. Die Arbeit kann während des Semesters ausgesetzt oder zumindest deutlich reduziert werden.

Wer sich in ein Beschäftigungsverhältnis während der Semesterferien begibt, der muss jedoch andere Bedingungen beachten. Denn Studenten werden von Unternehmen zwar gerne eingestellt, weil sie eine Sondersituation bei der Sozialversicherungspflicht genießen. Andersherum hat der Verdienst aber auch Auswirkungen auf das BAföG. Hier muss vorher sauber gerechnet werden, was rentabel ist und was nicht. Sogar für die Steuer ergibt sich eine Sondersituation. Wichtig ist es, den steuerlichen Grundfreibetrag nicht zu überschreiten. Dieser ändert sich gelegentlich geringfügig, lag in 2010 beispielsweise bei 8004 €. Wer unter diesem Betrag bleibt, der muss zwar während des Jahres Lohnsteuer zahlen, erhält den kompletten Betrag aber mit der Einkommenssteuererklärung auch wieder erstattet.

 
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Posted in Allgemein von Jessica

 

E10 bleibt trotz Umweltraubbau und Nichtverträglichkeit

31 Mrz

Der Benzingipfel in Berlin am 8. März 2011 erschüttert Verbraucherzentrale, Umweltschützer, ADAC und Grüne sowie Wirtschaft und ein Großteil der Verbraucher selbst.

Laut Online-Umfrage von auto.t-online.de mit Stand 10. März 2011, ca. 8 Uhr, wollen 88 % der 37.867 Online-Wähler auch künftig kein E10 tanken! Nur 4,5 % der Online-Wähler stimmten mit “Ja, ich tanke wahrscheinlich E10″ und 7,5 % wollen “erst mal abwarten”.

Da ca. 4 Mio. Benziner auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, die kein Super E10 vertragen, also mit Motorschäden rechnen müssen, werden genau die Besitzer dieser Fahrzeuge wohl kaum den stark umstrittenen “Bio”-Sprit tanken. Warum auch? Die Liste der Deutschen Automobil Treuhand GmbH mit Stand 1. März 2011 sowie die umfangreiche Aufklärung des ADAC zeigen doch wohl deutlich genug, dass viele Automarken erst ab ca. Baujahr 2002 bereits für E10 ausgelegt sind. Das sind wohl höchstwahrscheinlich die, die über einen sog. Klopfsensor verfügen, nehme ich an (siehe meinen vorherigen Artikel) und vielleicht nicht über so viele korrosionsgefährdete Leitungen u. a. verfügen.

Das ist ja schön, dass unsere Bundesregierung jetzt Listen “aller” Fahrzeuge, die E10 unbedenklich (?) tanken können, an allen Tankstellen auslegen will. Doch wälzt die Bundesregierung die Verantwortlichkeit der Listen-Verteilung gleich an die Tankstellenpächter ab. Was ist denn, wenn “meine” Tankstelle keine Liste auszuliegen hat, ich E10 tanke, weil ich nicht genügend informiert bin, und mein Kraftfahrzeug nun mitten auf der Autobahn bei 120 km/h plötzlich streikt, ich dann evtl. noch einen Unfall an anderen Fahrzeugen und vor allem Menschen verursache? Wer ist dafür verantwortlich zu machen? Der Tankstellenpächter, weil er die Liste nicht ausgelegt hat? Der tut mir jetzt schon leid. Erst wird er ständig angepöbelt, dass die Benzinpreise so enorm gestiegen sind, dann, weil Normal-Benzin nicht mehr verfügbar ist, dann wird er ausgequetscht vom Verbraucher, weil diese über E10 nicht informiert sind, und dann soll er noch haftbar gemacht werden, wenn er die (aktuellsten) Broschüren nicht auslegt? Er will doch einfach nur Kraftstoff verkaufen!

Oder wird die Deutsche Automobil Treuhand GmbH vielleicht für Motorschäden und Unfallschäden aufgrund E10-Betankung zur Verantwortung gezogen, weil die Listen nicht vollständig sind oder sogar Fehler enthalten? Ach nein, in dieser Broschüre E-10 Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen wird ja darauf hingewiesen: “Quelle ist der jeweilige Fahrzeughersteller“.

Aha, der jeweilige Fahrzeughersteller ist also für Motor- und Folgeschäden bei E10-Betankung verantwortlich zu machen, wenn er nicht dafür sorgt, dass all die vielen Listen, die von verschiedensten Behörden oder Firmen ausgestellt werden, auch wirklich korrekte Angaben enthalten. Man mag sich also gar nicht ausmalen, wenn eine junge Mutter mit zwei Kindern mit einem älteren Kraftfahrzeugmodell zur 10 km entfernten Schule unterwegs ist, aus mangelnder Zeit nicht über die neuesten E10-Informationen verfügt und/oder aus Versehen E10 tankt, der Motor mitten auf der Schnellstraße im Berufsverkehr plötzlich verreckt, es zu einem massiven Unfall kommt, und diese kleine Familie vor Ort verstirbt und evtl. noch andere Verkehrsteilnehmer mitreißt. Diese junge Mutter und ihre beiden Kinder können dann keinen Fahrzeughersteller mehr haftbar zu machen, doch was ist mit den in den Unfall verwickelten Verkehrsteilnehmern? Und wie verfährt die Polizeibehörde und die Feuerwehr? Wird diese zukünftig bei jedem Unfall prüfen müssen, ob ein unfallverursachendes Fahrzeug fälschlicherweise mit E10 betankt wurde?

Und wenn die junge Mutter nun doch informiert ist und sich auf die Angaben in den Listen verlässt, dann trotzdem aufgrund verträglicher E10-Betankung Motorschäden eintreten, die zu einem Unfall führen. Wird dann der Hersteller des Fahrzeugs Schadensersatz leisten müssen, weil er nicht für korrekte Angaben in der Liste gesorgt hat? Oder wird die Verantwortung dann weitergeschoben an den Tankstellenpächter, weil er nicht die aktuellste Liste ausgelegt hat? Oder vielleicht an die Druckerei, weil sich in der ausgelegten Broschüre ein gravierender Druckfehler eingeschlichen hat? Oder doch an den einzelnen Kriminalpolizeibeamten, der vielleicht vergessen hat, das unfallverursachende Fahrzeug auf E10-Verträglichkeit hin zu überprüfen?

Wie viele langwierige, kostenaufwendige Verfahren auf den einzelnen Kraftfahrer zukommen werden, mag man sich gar nicht ausrechnen. Denn steht dieser nicht letztendlich in der Beweispflicht und wird von allen “Verantwortlichen” im Stich gelassen? Und hoffentlich hat er oder sie eine zuverlässige Rechtsschutzversicherung und Kfz-Versicherung.

Moment mal, da war doch noch der Umweltgedanke! Mein vorheriger Artikel hat ja schon darauf hingewiesen, dass von “Bio” hier wohl nicht die Rede sein kann. Hinzu kommt noch, dass die Biomasse, die für E10 angebaut werden muss, Deutschland allein schon flächenmäßig nicht anbauen kann! Also müssen die notwendigen Getreidesorten o. a. aus anderen Kontinenten nach Deutschland importiert werden. Wie viel CO2 allein für die Transporte mit Diesel-Fahrzeugen dann weltweit produziert würde, will keiner wissen, oder?! Wird das die Einführung von E10-Kraftstoff herausholen? Sicher nicht!

Mal ganz davon abgesehen, dass Lebensmittel eigentlich als Nahrung für die Menschheit eingesetzt werden sollte. Und noch nicht einmal alle Menschen auf diesem Erdball haben genügend zu Essen, sondern sterben am Hungertod! Makaber, oder?! Politiker und Wirtschaftler weltweit denken darüber nach, welche neuesten Technologien der Wirtschaft Aufschwung verleihen und gleichzeitig der Umwelt zu weniger CO2-Produzierung verhelfen sollen, gleichzeitig werden aber Arbeitskräfte für den Anbau der Biomasse in schon armen Ländern regelrecht ausgebeutet, die dann vor Kraftlosigkeit und Hunger sterben werden.

Aber ja, Frankreich und Schweden machen es uns ja vor! Da wird E85 (?) getankt und das hat den Kraftfahrzeugen auch nicht geschadet. Nur vergisst unsere Bundesregierung zu erwähnen, dass in diesen Ländern auch Kraftfahrer, die ihre Fahrzeuge auf E10-Verträglichkeit umrüsten, subventioniert werden! Warum also werden deutsche Verbraucher nicht unterstützt? Mit Solaranlagen hat das doch auch geklappt!

Und ist den Verbrauchern eigentlich bewusst, dass die Lebensmittelpreise aufgrund der E10-Einführung (oder wegen der Pleite der E10-Einführung?) massiv steigen werden?

Okay, jetzt reicht`s! Ich tanke definitiv kein E10!

Denn erstens fahre ich aufgrund fehlender finanzieller Mittel ein Kraftfahrzeug älteren Baujahrs, ein Neufahrzeug kann ich mir nicht leisten! Zweitens verträgt mein Seat Ibiza definitiv kein E10 lt. Hersteller, es würde sämtliche Leitungen angreifen und zu einem Motorschaden führen! Drittens ist dieser “Biosprit” eine Mogelpackung! Viertens sind Lebensmittel- und Benzinpreise schon genügend gestiegen in den letzten Jahren, angefangen mit der auch damals so hochgelobten Euro-Einführung! Und fünftens unterstütze ich im Allgemeinen solche unüberlegten Handlungen nicht, die Bundesregierung handelt meiner Meinung nach grob fahrlässig (schönes Wortspiel, oder? “Fahr”lässig)!

Verplombt diese E10-Säule und gebt uns Normal-Benzin wieder!

Fotoquelle: NatiSythen

 

E10 oder nicht E10?

22 Mrz

Copyright: Natalie Poschinger alias Namira McLeod

E10 schädigt Kraftfahrzeugmotoren, heißt es jetzt in der Presse. Ist das nicht schon lange bekannt? Denn warum werden schon lange Kraftfahrer darauf hingewiesen, dass sie sich beim Kraftfahrzeughersteller erkundigen sollten, ob ihr Motor den neuen Biosprit E10 verträgt oder nicht? Mein Seat Ibiza älteren Baujahrs (Benziner) verträgt nach Erkunden bei dem Hersteller jedenfalls kein E10. Ein Seat-Mitarbeiter hat mich außerdem darauf hingewiesen, dass schon nach kurzer Zeit alle möglichen Leitungen angegriffen werden würden, was zu einem sehr viel schnelleren Verschleiß und logischerweise – wenn man sich nicht drum kümmert (sprich: Leitungen ersetzen) – späteren Motorschäden führen kann. Fazit: Ich tanke solange Normal-Benzin, wie es noch an den Tankstellen verfügbar ist, da mein Seat Ibiza dafür ausgelegt ist. Schließlich warte und pflege ich Motor und Karosserie wie ein Baby, der läuft wie eine Biene, und ich habe schon jede Menge Geld in den Wagen investiert, damit ich ein sicheres Gefühl im Straßenverkehr habe und der Wagen später auch noch zu einem guten Preis wieder verkauft werden kann – wenn ich den nicht fahren will, bis er Schrott ist.

Apropos Schrott: Wurde nicht in 2008 die Abwrackprämie von 2.500 Euro für Altfahrzeuge eingeführt? Selbstverständlich sind die Verbraucher zu Scharen gekommen, denn unsere Bundesregierung hat ja zu genüge mit “Umweltschutz” geworben. Weg mit den Dreckschleudern, hin zu umweltfreundlichen Modellen, und das möglichst schnell, bevor die Abwrackprämie ausläuft, denn die Bundesregierung kann ja nur eine bestimmte Anzahl an Anträgen bewilligen! Oder ging es da nicht letztlich darum, den Neuwagen-Verkauf anzukurbeln, da die Automobilindustrie aufgrund Überproduktion enorme Kaufverluste zu verzeichnen hatte? Na, was soll`s, Hauptsache ist doch, dass man erst mal 2.500 Euro einsacken kann. Man hat dann zwar kein Auto oder keinen Zweitwagen mehr, aber macht nichts, man kann ja einen günstigen Kredit über einen Zeitraum von 10 Jahren für einen Neuwagen aufnehmen. Ist man zwar 10 Jahre lang verschuldet, aber okay, das hilft doch der Umwelt und der Automobilindustrie, super!

Apropos Super: Nun wurde eben mal Normal-Benzin vor einiger Zeit zuerst preislich dem teueren Super-Benzin einfach angepasst, weil von den in 2008 zugelassenen 3,1 Mio. “Neu”-Fahrzeugen in Deutschland gerade mal 80.000 Normalbenziner gewesen wären, und sich angeblich die Einkaufspreise von Normal und Super kaum noch unterschieden. Interessant: denn a) wurden anscheinend mithilfe der Abwrackprämie jede Menge Neufahrzeuge mit Super-Benzinmotoren gekauft (und nicht etwa Elektrofahrzeuge oder sonstige umweltfreundliche Fahrzeuge), und b) war von “Gebraucht”-Fahrzeugen, die in 2008 unterwegs und Normalbenziner waren, nicht die Rede! Klar, jetzt wurden ja dank Bundesregierung genügend Neufahrzeuge verkauft, diese konnte also jetzt beruhigt an die nächste Phase gehen. Mal ganz davon abgesehen, wie viel CO2 verbraucht wird, wenn man einen Neuwagen importieren lässt, wirklich alles sehr umweltfreundliche Taten.

Nun bemerkten deutsche Kraftfahrer in 2008, dass plötzlich Kraftstoffe im Allgemeinen teurer geworden sind, und Super eben genauso viel wie Normal-Benzin kostet. Warum sollte man also noch Normal-Benzin tanken, wo doch Super-Benzin zum gleichen Preis zu haben ist? Schließlich hat sich bei dem einen oder der anderen herausgestellt, dass diese(r) mit Super-Benzin plötzlich weniger verbraucht als wie mit Normal-Benzin-Tankfüllung, im Schnitt würde man also ca. 2 Euro pro Tankfüllung günstiger fahren. Richtig! Hier geht es wieder nur um neuere Kraftfahrzeuge, die einen sog. Klopfsensor besitzen, der der Motoreneinstellung automatisch anpasst. Ältere Fahrzeuge, die keinen Klopfsensor besitzen, verbrauchen sogar teilweise mit Super mehr als mit Normal-Benzin. Okay, das ärgert den Besitzer eines älteren Fahrzeugs schon, dass er weniger im Geldbeutel hat, aber tankt man halt Super mit E5-Anteil, schadet ja dem Fahrzeug nicht. Haben die Bundesregierung und vor allem die Ölkonzerne doch prima hingekriegt: Keiner kauft mehr Normal-Benzin, weil es Super ja zum gleichen Preis gibt, also weg mit den Normal-Benzin-Tanksäulen. Auf zum nächsten Schritt.

Gut, dass Super-Benzin zwischenzeitlich eigentlich hätte im Preis gesenkt werden müssen, wenn eine Tanksäule leer steht, ist zu der Zeit auch nicht unbedingt zum Verbraucher durchgedrungen. Aber es dauerte ja nicht lange, bis die Normal-Benzin-Tanksäule durch E10-Füllung ersetzt wurde. Selbstverständlich geht es hier wieder um die Umwelt! Denn E10 ist Biosprit! Mh, E10 besagt doch, dass der Benzinmischung 10 % Bio-Ethanol beigemischt werden. Also 90 % tankt man herkömmliches Benzin (sprich: Kohlenwasserstoffe, Ether, Alkohole, Phenole, Komplexbildner, Amine). Der Bio-Sprit besteht also zu 90 % aus raffiniertem und weiterverarbeitetem Erdöl! Aber aus was wird nun E10 gewonnen?

Bioethanol (Ethylalkohol) wird in Deutschland aus stärkehaltigen Pflanzen gewonnen (Weizen, Roggen, Zuckerrüben). Diese nachwachsenden Rohstoffe verursachen weniger Treibhausgase. Klingt gut, oder?! Da aber beim Herstellungsprozess auch fossile Energien verbraucht werden (sprich: Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas, Erdöl), kann der von der Regierung beabsichtigte sog. CO2-Kreislauf gar nicht vollstän­dig geschlossen werden. Also eine Mogelpackung? Und dafür soll der Kraftfahrer auch noch mehr als für Super-Benzin zahlen mit E5-Anteil? Mal ganz abgesehen davon, dass Normal-Benzin ja damals noch viel günstiger war, ein verstärkter Anbau von nachwachsenden Rohstoffen für E10 erforderlich ist, was wiederum mehr fossile Energien für den Herstellungsprozess benötigt.

Wo der Strom für die Maschinen beim Herstellungsprozess herkommt, will man gar nicht wissen, oder?! Ach ja, unsere liebe Bundeskanzlerin hat ja 10-jährige Verlängerungsfristen ohne Widerspruchsmöglichkeit den Atomwerklern genehmigt. So schließt sich doch wieder der Kreislauf der Bundesregierung Hand in Hand mit den Ölkonzernen, oder was?! Denn warum sollten die Hersteller von Bio-Ethanol teuren Strom erneuerbarer Energien verwenden, wo es Atomstrom doch viel günstiger gibt? Man belehre mich eines Besseren, wenn ich falsch liege!

Aber da gibt es ja noch die Oktanzahl (ROZ). Hier gibt es doch tatsächlich Kraftfahrer, die davon überzeugt sind, dass, je höher die Oktanzahl im Kraftstoff ist, desto effizienter würde die Verbrennung im Motor ablaufen, was dann den Wirkungsgrad des Motors verbessern und sich letztendlich positiv auf den Verbrauch auswirken würde. Hier erst mal die Übersicht:

Normalbenzin (ROZ 91)
Superbenzin (ROZ 95)
Super plus (ROZ 98)
V-Power von Shell (ROZ 100)
Super E10 (ROZ 104)

Also kann der Kraftfahrer jetzt mit E10 – wenn er schon nicht wirklich die Umwelt schützt – wenigstens noch sparen? Schließlich hat Super E10 die höchste Oktanzahl anzubieten. Dazu muss man erst einmal wissen, dass die Oktanzahl ein bestimmtes Maß für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes (also nicht Diesel) definiert. Und je höher die Oktanzahl, desto schwerer entzündbar ist diese Mischung. Daraus folgt: Je schwerer entzündbar, also je höher die Klopffestigkeit, umso schwieriger kann die Verbrennung im Motor ablaufen, was dann den Wirkungsgrad des Motors deutlich verschlechtert!

Also abgesehen davon, dass man mit Super E10 nicht wirklich der Umwelt was Gutes tut, sondern eher den Ölkonzernen, dafür noch mehr bezahlen muss als für Normal- oder Super-Benzin, dass dieser angebliche Biosprit den Motor des Fahrzeugs (insbesondere ältere Modelle) massiv angreifen kann, und vor Kurzem auch noch das Gerücht umging, dass für E10 auch noch Bäume gefällt werden, bleibt was?

Korrekt! Erst mal die Produktion von Super E10 einstellen – denn der Verbraucher wurde ja nicht richtig aufgeklärt, und das trotz der überall an den Tankstellen ausliegenden Broschüren und der schon vor Jahren ausgesprochenen Hinweise, dass man den Autohersteller erst mal fragen sollte, ob der Motor seines Fahrzeugs auch E10 verträgt. Außerdem hat wohl BMW jetzt den Beweis geliefert (und das interessiert vor allem alle Kraftfahrer, die VW, Mercedes, Seat, Fiat, Renault, etc. mit Benzinmotoren fahren), dass E10 wohl den Motor zerstört. Alle Achtung, dass das jetzt schon publik gemacht wurde, wo doch Normal-Benzin bereits so gut wie vom Markt genommen wurde, alles auf E10-Tanksäulen umgestellt wurde! Ups, da haben die Kraftfahrer doch tatsächlich mehr Super-Benzin getankt mit E5-Anteil als Super E10, weil diese völlig verunsichert sind. Da kann man doch mit E10 keine Mark (ähem, Euro) mehr machen.

Okay, also Umweltgedanken weglassen, Super E10 erst mal vom Markt nehmen, und abwarten, bis sich alles beruhigt hat und in Vergessenheit geraten ist, oder wie lautet die neue Strategie? In der Zwischenzeit könnte die Bundesregierung ja noch verstärkter Knöllchen ausstellen – wie wäre es mit Raben, die auf der Suche nach Futter das Innere der Mülltonnen nach außen kehren? In diesem Sinne bleibe ich dabei: Ich fahre weiterhin meinen alten Seat Ibiza, solange es geht, tanke weiterhin Normal-Benzin, solange das noch irgendwo verfügbar ist, und pflanze lieber eigenhändig einen Baum, bevor es keinen mehr gibt.

 

Winterwunderland – Autofahrer aufgepasst!

04 Dez

Es geht mit schnellen Schritten auf Weihnachten zu. Nicht nur in den Geschäften und in den Straßen leuchtet es weihnachtlich. Auch das Wetter hat sich entschlossen, uns dieses Jahr endlich mal Winter zu schenken. Und vielleicht gibt es ja weiße Weihnachten? Nicht nur die Kinder freuen sich über die weiße Pracht, die in weichen Flocken vom Himmel fällt. Auch wir Erwachsene freuen uns im ersten Moment über das zarte Weiß.

Bis …, ja bis wir ins Auto steigen müssen, oder auf den Partner warten, der durch dieses winterliche Chaos durch muss. In den typischen Wintergebieten trifft man seltener auf Probleme als Autofahrer, als in Gebieten, wo Schnee meist nur auf Postkarten oder im Schaufenster zu finden ist. Leider kommt es alle Jahre wieder zu dramatischen Unfällen, die nicht sein müssten, wenn man rechtzeitig  für den Winter vorsorgt.

Als Autofahrer beginnt man schon im Herbst damit, alle Vorbereitungen zu treffen. Winterreifen müssen auf die Felgen, zumindest sollten Allwetterreifen in den Schneearmen gebieten Standard sein. Dass es nicht so ist, bestätigen zahlreiche Zeitungsmeldungen und Bilder in den Nachrichten. Jeder Autofahrer hat die Pflicht die entsprechende Bereifung für sein Auto zu haben. Denn wer meint, ihm kann nichts passieren, wird spätestens im Schadensfall von seiner Versicherung eine Absage bekommen. Auch wenn man selber nicht schuld an einem Unfall war.

Ein weiterer Punkt sind die Scheiben. Diese sollten, gerade in der dunklen und nassen Jahreszeit, immer sauber sein. Verschmierte Scheiben, innen wie außen, erhöhen das Unfallrisiko. Tief stehende Sonne und nasse Straßen haben schon so manchen in den Graben gebracht. Zur Scheibenpflege gehört natürlich auch die Scheibenwischanlage. Hier sollte ein Waschmittel rein, welches natürlich auch bei Minustemperaturen greift. Das die Scheibenwischer ebenfalls anstandslos arbeiten versteht sich wohl von selbst. Neue Wischblätter sollten also mit auf der Wintercheckliste stehen.

Ebenfalls gehört Frostschutzmittel ins Kühlwasser. Wer hier verschläft, kann früh am Morgen eine böse Überraschung erleben. Apropos Überraschung am Morgen. Schon mal darüber nachgedacht abends das Auto abzudecken? Wer clever ist, besorgt sich für den Herbst und Winter eine mobile Autogarage. Diese ist meist schon für kleines Geld zu haben und erleichtert morgens das Starten des Autos ungemein. Während andere noch Eis von den Scheiben kratzen, können Sie schon in Ruhe zur Arbeit fahren.

Wer sich beim Fahren nicht sicher ist, kann noch einmal ein paar Fahrstunden nehmen. Jede Fahrschule bietet Sicherheitsgarantie an. Aber auch der ADAC bietet solche Kurse schon günstig an. Denn wer sicher fährt, kommt auch sicher ans Ziel. Mir selber haben Fahrtipps schon oft geholfen, den Weg nach Hause sicher hinter mich zu bringen.

Wer diese und weitere Punkte beachtet, sollte ohne Schaden durch den Winter kommen.
Dann auf gute Fahrt und fröhliche Weihnachten.

 
 

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