Seit einigen Jahren ist die Schnitzeljagd mehr als nur ein Kinderspiel. Mit GPS und Taschenlampen bewaffnet streifen die Menschen durch Stadt, Wald und Feld auf der Suche nach kleinen Plastikdosen (Cache), die andere dort abgelegt haben. Der Reiz dieses Hobbys liegt in der Verbindung der modernen Technik mit der Natur, denn man kann einen Cache selbst legen und dessen Standort als Koordinaten oder Rätsel im Internet veröffentlichen und andere machen sich mit diesen Daten auf die Schatzsuche. Hat man einen Cache gefunden, darf man sich ins beiliegende Logbuch eintragen und gehört in die Runde der stolzen Finder. Die Dose selbst bleibt an Ort und Stelle, denn schließlich wollen andere diesen Schatz auch heben. Alle Sucher dürfen natürlich auch selbst einen Cache legen und allein in Deutschland liegen mittlerweile Tausende von Frischhaltedosen an „geheimen“ Koordinaten.
Die Schätze liegen auf Bäumen und unter Wasser
Manche Caches sind schnell gefunden, für andere braucht man eine Taucherausrüstung oder Klettergeschirr. Die Phantasie kennt keine Grenzen und Sportmuffel wie Profisportler sind auf der Jagd nach dem nächsten Cache. Kleine Wanderschätze werden in die Dosen gelegt und der erste Finder nimmt den Schatz und legt ihn in einen anderen Cache. So wandern Modellautos oder ähnliche Gegenstände samt ihrem Logbuch rund um den Globus und erfreuen jeden Finder aufs Neue. Mystische Geschichten werden zu den einzelnen Caches erfunden und die Rätsel führen so manchen Schatzsucher in die Dunkelheit der Nacht, denn ein Nacht-Cache kann nur mit Hilfe von Taschenlampen gefunden werden, die ihr Licht auf verteilte Reflektoren strahlen lassen. Jeder Schatzsucher kann sich auf dem Online-Portal die vorhandenen Caches ansehen und nach seinen eigenen Möglichkeiten den Cache mit passendem Schwierigkeitsgrad heraus suchen. Geocaching ist ein Hobby für Jung und Alt und die Gelegenheit neue Leute kennenzulernen, denn die Stammtische und Vereine freuen sich über jeden neuen Schatzsucher.

