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auxmoney letzte Rettung für Selbstständige?

27 Aug

Sie sind selbstständig und benötigen einen Kredit, zum Beispiel für eine Implantat-Operation, Ihren Umzug, die Renovierung, eine Einbauküche oder für Ihre erste Ausrüstung? Gratulation, dann gehören Sie zu der Spezies, die dazu auserwählt wurde, abgelehnt zu werden!

Die durchgeführte Probe aufs Exempel hat eindeutig gezeigt, dass nicht ein einziges Kreditinstitut einem Selbstständigen einen Kredit gewähren will. Bei etlichen Kreditinstituten, die entweder direkt „Kredite für Selbstständige“ anpreisen, aber auch bei Hausbanken u. a. Kreditinstituten, wurde der jeweilige Onlinefragebogen ausgefüllt, dabei eine Kreditsumme zwischen 1.000 bis 1.600 Euro mit einer Laufzeit von 18 Monaten und einem Durchschnittseinkommen zwischen 700 und 1.800 Euro eingesetzt (bei Höherverdienenden geht man davon aus, dass diese keinen Kredit benötigen), unter Branche wurde „sonstige Dienstleistungen“ ausgewählt (also keine Ärzte, Anwälte o. a.), man hat keine Unterhaltsverpflichtungen oder sonstigen „Schulden“, zahlt ca. 400 Euro Miete, wünscht keinen Schutz vor Zahlungsausfällen, und – ganz wichtig – es wurde das Feld „selbstständig“ angekreuzt.

Erstaunlicherweise dringt man bei manchen Onlineformularen bis zum Ende der Formulareingabe durch, um dann nach dem Klick auf Absenden die Antwort zu erhalten, dass Selbstständigen leider kein Kredit gewährt wird. Bei den meisten Schnellkreditanfragen erscheint jedoch schon ein roter Balken nach Eingabe des Berufsstandes „selbstständig“, der deutlich signalisiert, dass Kredite an Selbstständige nicht vergeben werden. Aber das Irrsinnigste ist, dass bei Anklicken des Berufszweiges „selbstständig“ manche Formulare plötzlich einfach umschalten auf die Eingabemöglichkeit „selbstständig ab 5.000 Euro“. Also wenn schon selbstständig, dann solle man doch einen Kredit von mindestens 5.000 Euro beantragen!

Aber irgendjemand muss einem Selbstständigen doch die geringfügige Summe von 1.000 Euro finanzieren wollen? Und hier stößt man spätestens auf P2P-Kredite, also Kredite von Privat zu Privat. Der Internetanbieter „auxmoney“ ist hier wohl der absolute Vorreiter. Die Kreditgeber verschenken jedoch nichts und wollen natürlich einen guten Zinsgewinn erzielen. Diesen kann zwar der Kreditnehmer selbst wählen, liegt er aber unter ca. 10 %, erhält man schlimmstenfalls keinen Zuschlag. Und ohne Sicherheiten hat der Kreditnehmer schon verloren, also kauft sich dieser mehrere Zertifikate à ca. 10 Euro, diese er in Identifizierungen, Schufa-Abfragen u. Ä. einlösen kann (was auch den Gang zur Post erfordert!) und veröffentlicht am besten ein Foto von sich. Dann stellt er seinen Kreditantrag schlüssig online und muss gar nicht lange auf die ersten Reaktionen von potenziellen Kreditgebern warten.

Gut, dieser Weg scheint wohl alles in allem nicht ganz günstig, aber stellt anscheinend die letzte Rettung für Selbstständige auf dem Weg zu einer Kreditvergabe dar.

 

Lady Gaga rockt Polaroid

22 Aug

Auf der Suche nach einer kostenfreien Bildergalerie-Software stößt man in letzter Zeit unweigerlich auf „Polaroid Studio“. Polaroid Studio bietet an, eine unbegrenzte Anzahl von Bildern in ein Online-Fotoalbum einzustellen und per Applikation mit z. B. Twitter oder Facebook zu vernetzen. Dabei kann der Nutzer eine personalisierte Webadresse wählen, ihm steht eine große Auswahl an Designvorlagen zur Verfügung und es werden keine Werbebanner oder Pop-ups eingeblendet. Nachdem alles eingerichtet ist, steht dem Nutzer sogar eine Art Shop zur Verfügung, in diesem er seine Bilder auf Merchandising-Produkten zum Verkauf anbieten kann. Alle Dienste sollen für den Nutzer kostenfrei sein und alle Bilder werden im Originalformat (also nicht verkleinert, konvertiert, etc.) eingestellt. Leider steht bis jetzt noch keine deutsche Plattform zur Verfügung.

Was einen jedoch wirklich mit Polaroid verbindet, sind die Sofortbild-Kameras aus den 70er-80er Jahren, mit denen man eine Unmenge von Spaßbildern erzeugen konnte, wie z. B. mit der „SX-70“ bzw. der „Polaroid Land Camera One Step“. In jeder Instant-Kamera lagen in einer Kassette unter der Linse 10 Farbfotos im Format 7,8 x 7,9 cm (Bildbereich) mit einem markanten weißen Kunststoffrahmen umhüllt, der unten breiter als um den Bildbereich war. Drückte man auf den Auslöser, schob sich ein Bild automatisch aus der Kamera noch vorn heraus. Dieses Bild konnte man von Hand entnehmen und wartete dann, bis sich die Aufnahme auf dem Foto vor seinen Augen wie von Zauberhand selbst entwickelte (meist hat man das Bild geschüttelt, weil man glaubte, dass es schneller geht). Somit konnte man das fertige Bild gleich allen zeigen und sich einen Spaß daraus machen, was man da gerade fabriziert hatte. Die wohl berühmtesten Aufnahmen stammen übrigens von Andy Warhol.

Nach der Revolution der Digitalkameras waren Instant-Kameras viele Jahre vom Markt verschwunden. Die neue Retrowelle hat jetzt jedoch dafür gesorgt, dass Polaroid wieder eine analoge Sofortbildkamera auf den Markt geworfen hat, die „Instant Camera 300“, mit Einstellmöglichkeit für 4 Bildszenen, automatischem Blitz, Fotopack mit 10 Hochglanzbildern im klassischen weißen Rahmen, in den Farben Schwarz, Rot oder Blau. Was die wahren Fans der ehemaligen SX-70 jedoch enttäuschen wird, ist die Größe der Fotos im Visitenkartenformat. Auch das Design der Kamera ist eigenwillig, erinnert irgendwie an den Smart.

Aber Lady Gaga hat`s getan: Sie engagierte ihren Creative Director, um die wahrscheinlich kreativ verrücktesten Polaroid-Aufnahmen der Musikbranche anzufertigen.

Der Trend von Polaroid-Sofortbildern geht auf jeden Fall eindeutig in die Kollagenanfertigung – von Familienaufnahmen bis zu künstlerisch wertvoll. Und sollte sich der Trend fortsetzen, kommt die Jugend vielleicht von ihren ominösen Handyaufnahmen weg und fängt wieder an, kreativ zu handeln und trotzdem ihren Spaß zu haben.

 
 

Infrarotheizen und Ökostrom – die zukunftsfähige Alternative

13 Aug

Während sich Mieter nach der langen Winterperiode 2009/2010 vor der am Ende des Jahres anstehenden Heizkostenabrechnung fürchten, haben clevere Tüftler schon lange das Heizen der Zukunft ausgeklügelt.

Nachdem die letzte Saison ganz groß auf Elektrokamine mit Keramikhölzern schwor, diese mit Bio-Ethanol oder einem bestimmten Gel betrieben werden, überfluten nun Infrarotheizungen die aktuellen Märkte.

Infrarotheizungen kann man wie Bilder an die Wand oder auch wie Neonlampen an die Decke hängen. Die Platten vor der Heizung bestehen aus Marmor, Spiegelglas, Buntglas oder haben ein modernes weißes Design mit oder ohne Alurahmen.

Da Infrarotheizungen über Strom betrieben werden, müssen sie weder gewartet werden, noch können irgendwelche Abgase entweichen. Entscheiden Sie sich dann auch noch für Ökostrom, haben Sie die wohl umweltfreundlichste Heizungslösung zur Verfügung.

Interessant ist, dass Infrarotheizungen nicht wie bei herkömmlichen Heizkörpern die Luft erwärmen, sondern die Wände mit erhitzen. Die Zimmerwände dienen also praktischerweise als Wärmespeicher und geben die gespeicherte Wärme deutlich langsamer und damit länger an die Zimmerluft ab. Das hat noch den positiven Nebeneffekt, dass die Mauern trocken bleiben und damit Schimmel keine Chance bieten. Als weiterer Vorteil nennen die Hersteller, dass diese erwärmte Luft nicht wie bei herkömmlichen Heizungen den Staub unnötig herumgewirbelt.

Und heizen Sie nur da, wo Sie sich aufhalten. Denn Infrarotheizungen können Sie an x-beliebige Wand- oder Deckenflächen hängen, z. B. über die kuschelige Sofaecke, den Esstisch, das Kinderzimmerbett, usw. – die Hersteller versprechen, dass Sie sich wie unter der Sonne liegend fühlen werden. Also jeder Tag ein Urlaubstag, herrlich.

Trotz bis zu ca. 90 Grad Aufwärmung kann man sich wohl deshalb nicht daran verbrennen, weil es sich um sog. “trockene Hitze” handelt, man also bei versehentlicher Berührung nicht am Gerät “festbrennt”. Und die Kosten des Strombetriebes dieser Infrarotheizungen sollen geringer sein als die Betriebskosten für herkömmliche Heizkörper. Und dazu sehen diese Wanddekorationen mit Funktion doch wirklich gut aus und fallen einfach nicht auf. Man hat also praktisch eine unsichtbare wohlige Wärme im Raum, und der Gast weiß nicht, wo es herkommt.

Diese alternative Heizmöglichkeit ist wirklich großartig und ein echter Fortschritt! Übrigens gibt es irgendwo noch Heizkugeln, die man an die Decke hängen kann oder einfach inmitten des Zimmers stellen. Wirklich toll, wie Design und simple Technik sich jetzt verbinden.

 
 

Luxuscremes verwöhnen zukünftig unsere Haut

09 Aug

Mehr und mehr wird wieder Wert auf qualitativ hochwertige Drogerieartikel gelegt. Lieber ein gutes Stück Seife kaufen als viele preisgünstige Artikel und damit den Badezimmerschrank überfüllen. Eigentlich wie zu Großmutters Zeiten, denn die letzten Senioren-Generationen hatten noch gar nicht so eine riesige Auswahl an zu erwerbenden Kosmetikartikeln. Dementsprechend greifen diese entweder auf Artikel zurück, die sie bereits aus ihrer Zeit kennen, wie z. B. Nivea oder Kölnisch Wasser, oder sie verlassen sich auf die TV-Werbung von Drogerie-Produkten, die den Alterungszustand der Haut verlangsamen oder sogar tiefe Falten beseitigen wollen, wie z. B. Oil of Olaz oder Vichy. Die meisten Artikel sind meist zu Discount-Preisen in der Drogerie nebenan erhältlich. Ob sie auch das halten, was sie versprechen, muss man wohl selbst ausprobieren. Und sollten diese nicht den Vorstellungen des Verbrauchers entsprechen, bleibt eigentlich nur noch der Schluss: “Vielleicht sollte man doch viel mehr Geld ausgeben und erhält dafür ein einziges qualitativ sehr hochwertiges Produkt.”

Schließlich wird einem heutzutage regelrecht eingebläut, jung bleiben zu müssen! “Attraktiv bis ins hohe Alter” ist das neue Motto, Klotzen statt Kleckern und dabei jederzeit und überall gut aussehen! Agil soll man bleiben, bloß nicht den Verstand verlieren,  und wehe, man wird krank, gebrechlich und war oder ist immer noch  Raucher (die Allround-Diagnose bei Herz- und Lungenkrankheiten, blasser Haut, schlechten Zähnen, etc.). Oder den Werbekampagnen und Ärzteorganisationen zufolge noch viel schlimmer:  Man kriegt Ringe um die Hüften und Falten unter den Augen! Das geht doch nicht, so kann man sich doch nicht blicken lassen, oder? Also greift man zu hochwertigen, hochpreisigen Drogerieartikeln, sprich: Luxuscremes.

Dass jeder Mensch irgendwann alt werden kann, ist ja hinlänglich bekannt. Dass ab dem Jahre 2015 die geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen werden; die Verlagerung der Bevölkerungsstruktur zugunsten der Älteren unterschiedliche Auswirkungen hat kurz- und mittelfristig betrachtet; der Anteil der unter 20-Jährigen absolut und prozentual sinken wird – hat alles die Firma Accenture in ihrer Analyse “Deutsche Drogeriemärkte im Jahr 2010 - Wachstumstreiber und Visionen” im Jahr 2007 prognostiziert.

Fazit: Die Drogerieketten werden wohl zukünftig immer mehr Luxus-Kosmetik in ihre Regale stellen. Und damit der Weg zur Drogerie mit der persönlichen freundlichen individuellen Beratung schnell und einfach zu erklimmen ist, wird es bald an jeder Ecke eine davon geben. Rossmann, Schlecker, dm und Co. wechseln sich ja mittlerweile schon in 20 Meter Entfernung in Einkaufsstraßen ab. Interessant wäre hier zu wissen, ob diese alle auch rollstuhlgerecht ausgestattet werden – denn nicht jeder ältere Mensch wird später noch auf eigenen Beinen stehen können.

Alles in allem wird wohl zukünftig wieder mehr Wert auf Qualität anstatt auf Quantität gelegt und auf das Wohlbefinden jedes einzelnen Menschen. Eben wie in der guten alten Zeit!

 

Pflege 2020 – alte Menschen im Visier

06 Aug

Deutsche Menschen werden immer älter. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ist bereits enorm angestiegen und wird den Statistiken zufolge von Jahr zu Jahr weiter zunehmen. Bis zum Jahr 2020 prognostizieren Experten sogar mit einem Anstieg um ca. 40 Prozent. Wie wird also die Pflege der Zukunft aussehen?

Dieser und weiteren wichtigen Fragen rund um die Pflege alter Menschen ging das Fraunhofer Institut Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) mit ihrem Verbundforschungsprojekt “Pflege 2020” nach. Im Rahmen dieses Projektes entwickelte das Fraunhofer IAO bereits im Jahre 2007 zusammen mit Dienstleistern, Herstellern und Trägern aus dem Health & Care-Sektor richtungsweisende Strategien und Konzepte für eine zukunftsfähige Altenhilfe.

Mit dem Projekt “Pflege 2020″ wurden innovative Lösungen entwickelt. Ein Aspekt ist die Gestaltung des eigenen Heims für Senioren mit gesundheitlichen Einschränkungen für ein selbstbestimmtes und sicheres Leben: Lichtsysteme, die eine bessere Nachtorientierung versprechen, das Tele-Monitoring überträgt die Vitaldaten an externe Ärzte, Pflegekräfte und/oder Angehörige, “Family TV” stellt den Kontakt zur Familie oder zu Freunden her, und im Allgemeinen sollen die Räume freundlicher, funktionaler, bedürfnisorientiert gestaltet werden. Nebenher entwickelt ein Ernährungscoach für sie individuelle Speisepläne.

Zukünftig werden also wohl ältere Menschen ein möglichst selbstständiges Leben führen dürfen und nicht in Altenheimen herkömmlicher Art und Weise untergebracht. Gleichzeitig werden Pflegekräfte qualitativ hochwertiger ausgebildet, um auf jeden Einzelnen individuell eingehen und entsprechend versorgen zu können. Ganzheitliche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Versorgern und den Senioren wird also zukünftig im Vordergrund stehen:

- “Senior Customer Profiling“:
Entwicklung von Kundenprofilen für den Altenhilfemarkt der Zukunft

- “Kundenorientierte (Lebens-) Räume und Dienstleistungen“:
Entwicklung eines Innovationskataloges zu kundenorientierten Lebens- und Dienstleistungsumgebungen im vernetzen Altenhilfesektor

- Modellentwicklung “ServiceCare”:
Konkretisierung und Visualisierung des Szenarios »ServiceCare« im Hinblick auf Vernetzungsmodelle, Lebens- und Arbeitsraumgestaltung, Technikgestaltung und Mitarbeiterprofile

- Weiterentwicklung des Showcase “Pflege 2020

Da kann man sich als mit Computer aufgewachsenem Erwachsenen mittleren Alters doch auf das Älterwerden freuen! Interessant wäre auch zu wissen, wann die älteren Herrschaften dann vor die Tür kommen. Denn Bewegung an frischer Luft und Kontakt mit anderen Menschen sowie Unterhaltungsmöglichkeiten ist doch eigentlich das, was Menschen am Leben erhält.

 
 

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