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Adventszeit, Gruftizeit

03 Dez

Free Illustration von Dreamstime.com

Die Adventswochenenden sind wieder da, und damit beginnt auch wieder die schöne dunkle Jahreszeit. Ideal für Gruftis.

Früher als Schimpfwort für ältere Menschen, die sich der neuzeitlichen Entwicklung verschlossen, benutzt, hat sich seit Anfang der 1990er Jahre die Grufti-Welle, also junge Menschen in schwarzer Kleidung, entwickelt, die heute weiter ausgedehnt zur „Gothic-Kultur“ mutierte.

Nicht zu verwechseln mit der Gotik-Epoche der europäischen Architektur und Kunst des Mittelalters – obwohl manche Kleidung der Gruftis doch stark daran erinnert und diese schließlich auch auf mittelalterlichen Veranstaltungen anzutreffen sind – bezieht sich die Gothic-Kultur doch eher auf rockige sowie melodische Musik in Zusammenwirken mit der Faszination von Tod und allem, was vergänglich ist. Dementsprechend bevorzugen Gruftis eben schwarze Kleidung in allen romantisch und variationsreich geschnittenen Stilrichtungen.

Letztendlich trug die Braut im Mittelalter bis hin zu den 1930er Jahren einst ein schwarzes Hochzeitskleid und nicht ein weißes jungfräuliches, wie es später zum Brauchtum wurde.

Aber feiern dann Gruftis auch Weihnachten? Schließlich beten die alle Satan an, oder?! Satanismus hat selbstverständlich überhaupt nichts mit Gothics oder Gruftis zu tun! Auch Gruftis sind ganz normale Menschen, die jeder Religion angehören können, somit auch dem Christentum. Christlich zugeneigte Gothics basteln also auch einen schönen Adventskranz und stellen sich einen romantisch geschmückten Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer. Und da auch Gruftis Kinder kriegen können, wird hier und da sicherlich auch buntes Kinderspielzeug verschenkt.

Gothic Kleidung und Accessoires, um sich chic für die Adventszeit und das kommende Weihnachtsfest anzuziehen, findet man in Hülle und Fülle in Dark Fashion Shops oder Mystic Stors im Internet. Um die zarte schwarze Kleidung an den schönen Frauenkörpern nun auch im Winter 2011 nicht frieren zu lassen, bieten sich figurbetonte kuschelige lange Mäntel aus dicker Baumwolle oder auch mal aus Fleece mit Fellimitatkragen an. Ein besonders gelungenes Stück ist der schwarze „Minx Coat“ von Poizen Industries mit schwingendem Saum und Posamentenverschlüsse im Lack-Finish, obwohl dieser Damenmantel eher an eine russische Hofdame erinnert.

Letzten Endes ist die Adventszeit eine Dekade, in dieser man üblicherweise die vergangenen Monate Revue passieren lässt und sich auf das besinnt, was wirklich wichtig im Leben ist. Und da dürfte es ziemlich egal sein, in welchen Klamotten man rumläuft, welcher Religion man angehört oder wie viel Gewicht die Waage anzeigt. Und wenn man dann noch ein gutes Herz zeigt und ein wenig Geld über hat, könnte man zum Beispiel dem Spendenaufruf des WIKIPEDIA-Programmiers Brandon Harris folgen. Denn freier Zugang zu freiem Wissen ist ein hohes Gut und sollte unterstützt werden.

In diesem Sinne: Uns allen eine schöne, besinnliche Adventszeit!

 
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Posted in Accessoires, Klamotten von Namira McLeod

 

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